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Hans Walter Otto Reich

Hans Walter Otto Reich

NameReich
VornameHans Walter Otto
RufnameHans
RangStabsgefreiter
Alias Rang / NameK.A.
Geboren12.10.1916 Waltershausen (Thüringen)
Gestorben / Hingerichtet26.12.1944 in Henri-Chapelle, Belgien
GrablageErstbestattung in Henri-Chapelle/Belgien.
Später umgebettet auf die Deutsche Kriegsgräberstätte Lommel/Belgien, Block 17 / Grab 429.
Erkennungsmarke-246-3./Eib.Pi.Rgt.68
TeamkameradenManfred Bronny, Günther Schulz & Karlheinz Weisenfeld
Datum & Ort Gefangennahme19.12.1944 zwischen 21.00 – 22.00 Uhr in/bei Liége
AuszeichnungenReichsjugend Sportabzeichen
Letzte EinheitPanzerbrigade 150 Einheit Stielau / Stab Solar
VaterOtto Karl Reich, geb. in Waltershausen
BerufKaufmann
MutterAlma Lina Ernestine Reich, geb. Stiefel, geb. in Waltershausen
BerufHausfrau
EhefrauIlse Emilie Frieda Anna Reich, geb. Schaumburg, geb. in Vasbeck (Hessen)
RufnameIlse
Eheschliessung11.04.1942
BerufHausfrau

NSDAP
Beim Bundesarchiv in Berlin konnte weder von Hans Reich noch von seiner Ehefrau eine Mitgliedschaft bei der NSDAP nachgewiesen werden. Die Eltern von Hans Reich wurden nicht überprüft.

Ausbildung
Hans Reich besuchte das Reformatorische Realgymnasium und erlangte dort die mittlere Reife.

(Rückseite) “Zur Erinnerung an Palmarum 1931 Hans Reich.”
Quelle: Wolfgang Stienes.

Im Archiv des Deutschen Schulschiff-Verein, Bremen fand der Archivar Unterlagen von Hans Reich. Ein Fragebogen, der zur Anmeldung am 02.12.1932 ausgefüllt wurde, gibt uns Auskunft über die Schulbenotungen von Hans Reich. Sein letztes Schulzeugnis beinhaltete folgende Noten:

Betragen:Sehr gut
Fleiss:Gut
Leistungen durchschnittlich:Sehr gut / gut
                             Darunter :Deutsch:genügend
Mathematik:gut
Englisch:genügend
Turnen:Sehr gut

Auf dem Fragebogen werden auch einige medizinische Daten erhoben. Hier soll nur erwähnt werden, dass Hans Reich 168,9 cm gross war (zum Vergleich, Günter Billing war laut Unterlagen 159 cm gross). Die Frage, ob Hans Reich schwimmen könne, wird mit Ja beantwortet, er sei im Besitz des Reichsjugendabzeichens. Das Urteil der Aufnahme-Kommission war positiv. Hans Reich wurde am 09.01.1933 angenommen. Hans Reich wurde zunächst als Schiffsjunge, auf der „Großherzogin Elisabeth“ am 05.04.1933 in Hamburg-Finkenwerder eingestellt. Das Schiff lag dort stationär als Seemannsschule, unter der Leitung von Kapitän Walter Zatorski. Nach der Grundsausbildung wurde Hans Reich am 25.09.1933 auf das Segelschulschiff „Schulschiff Deutschland“ versetzt. Dort bekam er am 01.04.1934 sein 1. Zeugnis. Divisionsoffizier war Friedrich Hagemeyer. Die Benotungen von Hans Reich waren sehr gut. Zusammen mit seinem Kollegen Otto Griese war Hans Reich der beste des Lehrgangs. Am 01.04.1934  wurde Hans Reich zum Leichtmatrosen befördert. Am 25.08.1934 bekam Hans Reich sein zweites Zeugnis. Er war zu dem Zeitpunkt „Junger Leichtmatrose“ und auch diesmal war er der beste Schüler des Lehrgangs.

 

Die Priwall (11.07.1930). Quelle: F.Laeisz.

Am 27.09.1934 musterte Hans Reich ab und ging zur Segelschiff-Reederei Laeisz in Hamburg. Die Reederei gibt es heute noch. Aus deren Archiv können wir heute die Personalkarte von Hans Reich einsehen. Hans Reich war vom 01.10.1934 – 03.07.1935 an Bord der Priwall.  Es steht nicht viel an Informationen auf der kleinen Karte. Nur:
„Sehr tüchtig“ und dass Hans Reich auf eigenem Wunsch das Schiff verlassen hat.

Er hat dann eine Bäckerlehre in Kassel gemacht.

Laut Meldung vom Sept.  19393. Kompanie Eisenbahn Pionier Regiment 68Pionier
Laut Meldung vom 31.01.19423. Kompanie Eisenbahn Pionier Regiment 3
Laut Meldung vom 01.06.1942

und vom 15.07.1942

2. Kompanie Eisenbahn Pionier Ersatz Bataillon 3
Laut Meldung vom 16.07.1942

und vom 31.10.1944

3. Kompanie Eisenbahn Pionier Regiment 3
Laut Meldung vom 26.12.1944Panzerbrigade 150Stabsgefreiter

Fotoalbum eines Eisenbahnpioniers.
Vor ungefähr einem Jahr (2016) bekam ich das Fotoalbum eines Mitglieds der 3. Kompanie des Eisenbahnpionier Regiments 3 in die Hände.Leider ist nur der Vorname des Pioniers bekannt, Werner. In dem 145 Bilder zählenden Fotoalbum fand ich nur 2 Bilder auf denen Hans Reich eindeutig zu erkennen ist. Zum direkten Vergleich habe ich eine Bildmontage erstellt. Da nur einige Bilder auf der Rückseite beschriftet, aber nicht datiert sind ist nicht zu klären warum Hans Reich nicht auf mehr Bilder, z.B. in der Stube o.ä. zu finden ist.

 

Reparaturarbeiten einer zerstörte Eisenbahnbrücke Burg Reuland / Eupen
Malmedy. Quelle: Fotoalbum Werner ? / Wolfgang Stienes.

 

Quelle: Fotoalbum Werner ? / Wolfgang Stienes.

 

Quelle: Fotoalbum Werner ? / Wolfgang Stienes.

 

Pion.-Üb.-Platz Rehagen-Klausdorf – Kasernen.
Quelle: Fotoalbum Werner ? / Wolfgang Stienes.

 

Pion.-Üb.-Platz Rehagen-Klausdorf – Wache u.Kasernen.
Quelle: Fotoalbum Werner ? / Wolfgang Stienes.

 

“Hanau ! Im Hintergrund unsere Kaserne.”
Quelle: Fotoalbum Werner ? / Wolfgang Stienes.

16.07.1940Kriegslazarett 3/614Wegen ErkrankungZugang: von der Truppe
Abgang: 29.07.1940 dienstfähig zur Truppe
13.01.1941Luftwaffenlazarett GothaMittelohrentzündungZugang: von Urlaub Waltershausen
Abgang: 14.02.1941 garnisonsverwendungsfähig Heimat zur Truppe.
22.09.1941Armee Feldlazarett mot 676 Krementschug RusslandK.A.Zugang : von der Truppe
Abgang: 29.09.1941
03.01.1942Armee Feldlazarett 6/552 MariupobWegen Erkrankung am 02.01.1942Zugang: von Truppe
Abgang: zur weiteren Behandlung mit Flugzeug in rückwärtige Lazarett
24.01.1942Kriegslazarett Dnjepropetrovsk (Ukraine)Zugang: Feldlazarett 6/552
Abgang: 01.02.1942 dienstfähig Truppe
Die Familiengeschichte
Warum Hans Reich der Schifffahrt „lebe wohl“ gesagt hat ist nicht eindeutig geklärt. Innerhalb der Familie ist nur bekannt, dass Hans Reich bei Bäcker Friedrich v.d. Emde, in Kassel in der Frankfurter Straße eine Bäckerlehre gemacht hat. Er lernte dort auch seine spätere Frau Ilse kennen.  Friedrich v.d. Emde und  der Vater von Hans Reich kanten sich aus dem ersten Weltkrieg und waren sehr eng befreundet. Diese Freundschaft übertrug sich auf die ganze Familie.
Die Mutter von Ilse Schaumburg, der späteren Frau von Hans Reich und Frau v.d. Emde waren Schwestern. Und so lernte Hans Reich seine spätere Ehefrau kennen. Ilse Reich soll letztendlich Ihren Mann Hans vollständig von der Seefahrt abgebracht haben, was zur Folge hatte, dass Otto Reich seiner Schwiegertochter nicht so gut gesonnen war. Weshalb Hans Reich an einem so waghalsigen Unternehmen wie „Greif“ es war teilgenommen hat, konnte niemals geklärt werden.

Ilse Reich hat Waltershausen 1958 verlassen, sie starb 2001.

Hans Reich heiratet am 11.04.1942 Ilse Schaumburg. Quelle: Wolfgang Stienes.

In der Prozessakte von Otto Skorzeny befindet sich ein Brief von Herbert Reich, Hans Reich und er waren Cousins. Ob der Brief damals dazu beigetragen hat, dass die Familie über den Tod, und den Umständen die zu dessen Tod geführt haben informiert wurden ist unbekannt.

 

Brief von Herbert Reich Zwecks Nachforschung zum Verbleib von Hans Reich. Quelle: Prozessakte Otto Skorzeny M1106

 

Gruppenbild mit Hans Reich, er trägt einen Kameraden auf den Schultern.
Quelle: Werner ? / Wolfgang Stienes.

Deutsche Dienststelle (WASt)
Bei der Deutschen Dienststelle sind keine weiteren interessanten Informationen über Hans Reich vorhanden.

Auskünfte des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) in Genf
(International Committee of the Red Cross, ICRC)

Der Totenschein von Hans Reich liegt im Archiv des Internationalen Roten Kreuz in Genf unter der RAD-Nummer 93965. Der aus dem Archiv des Roten Kreuz in Genf stammende Schein  weist im Gegensatz zu allen anderen eine Besonderheit auf.  Es sieht ganz so aus als wenn jemand den Schein ausgefüllt hätte der noch nie so eine Dokument in den Händen gehabt hat, der Schein wurde etwas chaotisch ausgefüllt.

Bemerkenswert ist, dass die Unterschrift von Charles G. Lauer mit einem Stempel bekräftigt wurde. Leider sind nicht alle Einzelheiten des Stempels zu lesen. Datiert wurde der Schein mit dem 29.07.1947.

 

Amerikanischer Totenschein. Quelle: Archiv Internationale Rote Kreuz Genf

Deutscher Soldatenfriedhof Lommel, Belgien 2012. Foto: © Wolfgang Stienes.