Eindhovens Dagblad, Mittwoch 11. März 2009

Kurz vor dem Totengedenktag muss die Website von Richard Schoutissen fertig sein: Eine Webseite, auf der alle Kriegsopfer von Deurne gemeldet sind.

Die Liste wird nicht nur Namen von Bewohnern aus Deurne enthalten, die im eigenen Dorf umgekommen sind, sondern auch die von Alliierten, von deutschen Soldaten und Bewohnern aus Deurne, die andernorts gefallen sind.

Schoutissen hatte die Idee zu der Webseite, weil er den starken Verdacht hatte, dass es viel mehr Kriegsopfer gab als diejenigen, die auf Monumenten und Denkmälern der Gemeinde stehen. „Zum Beispiel im Zentrum von Deurne stehen ein paar Namen auf einem mickrigen Stein in der Kirche.“

Bis jetzt hat er 580 Kriegsopfer gefunden.“Das werden wahrscheinlich noch mehr. Ich suche in deutschen Archiven immer noch nach deutschen Soldaten, die in Deurne fielen aber während des Krieges hinter den Linien begraben oder nach Deutschland überführt wurden“, erzählt Schoutissen.

Von 580 Opfern haben 200 die deutsche Staatsangehörigkeit und 236 waren Alliierte. Außerdem finden sich auf der Webseite die Namen von 48 Bewohnern aus Deurne, die andernorts durch den Krieg starben.