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De Stentor – Zutphens Zeitung, Samstag 28 April 2012
VORDEN – Im kollektiven Grab auf dem Hauptfriedhof in Vorden, wo zehn deutschen Soldaten ruhen welchen am Ende des Zweiten Weltkrieges getötet wurden, ruht möglicherweise schon 67 Jahre noch ein unbekannter elfter Soldat.

Auf dem Grabstein der „Kameraden Grab“ stehen zehn Namen von meist jungen Deutschen. Im alten offizielles Gräberbuch von Vorden berichtet der Totengräber seinerseit von elf beerdigten Soldaten. Auch in einem Briefwechsel zwischen der Gemeinde Vorden und der Graberdienst des Heeres wird eine elfte unbekannten deutschen erwähnt. Wie auch in einem Bestattungsschema aus den vierziger Jahren wo einen zahl von elf Soldaten genannt wird.

Unsicherheit, insbesondere, um die Besatzung eines Junkers Ju-88 Nachtjäger, die die Höhe des Mosselseweg in Vorden abstürzte auf 26. März 1945. Dieses Flugzeug wurde von einem englischen Flugzeug abgeschossen. Alle Besatzungsmitglieder dieses deutschen Flugzeug wurde getötet. Die Frage ist nur, wieviel Menschen an Bord waren. Es gibt Hinweise darauf dass nicht vier, sondern fünf Soldaten getötet wurden.

Diese fünfte Soldat wurde auf der Burg Wildenborch tot gefunden und vor Ort von der Gärtner begraben. Vermutlich war er vor dem Absturz des Flugzeugs gesprungen oder gefallenen. Der Deutsche, der von der Gärtner etwa 25 Jahre alt wurde geschätzt, wurde ein paar Wochen später bei seinen Kameraden umgebettet.

Über die deutschen Soldaten, die in Vorden fielen ist nur wenig bekannt ist. Das Grab wurde 1958 von der Familie von einem der Opfer gekauft. Einer der jüngsten Soldaten, die in Vorden begraben werden, ist der 22-jährige Franz Rauchenberger (foto: Richard Schoutissen – oorlogsslachtoffers.nl). Er wurde mit zwei anderen bei einem Bombardement eines Zuges in Kranenburg getötet.

Freitag 4 Mai, wird das Grab zum ersten Mal bei der nationaler Toten-Gedenktag beteiligt.

Einstweiliger Rechtsschutz gegen der nationaler Toten-Gedenktag in Vorden um 10 Uhr
VORDEN/ZUTPHEN – Die Gruppe Federatief Joods Nederland (FJN) hatte vom Bezirksgericht von Zutphen eine Klage gegen die Gemeinde Bronckhorst zum umstrittenen Totengedenkfeier eingericht, die am Freitag in Vordenken eintrat. FJN-Vorsitzende Herman Loonstein hat keine Politik für die Verantwortlichen der Toten dass auch diese Soldaten, die vom Friedhof ruiniert werden, haben eine Ehrenerinnerung erhalten.

Er sagt, er bekam Hunderte abweisende Reaktionen Der Prozeß ist am Freitagmorgen um zehn Uhr. Loonstein sagt mit der Bürgermeister Henk Aalderink von der Gemeinde Bronckhorst gesprochen zu haben, aber dieser hat seine Meinung nicht geändert. „Dieser Mann ist wirklich verloren und Geschichtsbewusstsein fehlt.“

Auch das Simon Wiesenthal Center hat das Gedenken gestern scharf kritisiert. Durch still zu stehen bei den deutschen Soldaten „die der Niederlande im Namen des meist mörderischen Regimes in der Geschichte besetzten, umschreiben die Behörden die Geschichte und löschen die wesentliche Trennungslinie zwischen Opfern und Besatzer“ so dem Wiesenthal Center.

Die jüdische Organisation Tradition is Our Future (TOF) sagt selbst protestieren zu gehen. Vor oder nach der Trauerfeier auf dem Friedhof in Vorden wird TOF eine Aktion aus der Luft ausführen. Laut Sprecher Dennis Pekel wird ein Flugzeug mit Banner über Vorden fliegen oder werden aus einem Ballon Flyer geworfen. „Wie genau, wie und wenn wir es werden tun wil ich nicht sagen weil wir uns dan in den Finger schneiden. Aber die Tatsache, dass wir eine Aktion aus der Luft halten steht zu hundert Prozent fest. Selbstverständlich werden wir die Trauerfeier nicht stören.“

Bürgermeister Henk Aalderink bedauert den Stand der Dinge. Er hofft, für ein würdiges Gedenken. „Es ist bedauerlich, dass es so wenig Raum für Nuancen bietet.“