ZWEI DEUTSCHE SOLDATE

Ein kleines Foto von zwei Feldkreuzen und einem ausgebranntes Militärfahrzeug der Wehrmacht in Liessel hatte lange keine Erklärung. Die Ausstellung ‘Deurne 70 Jahr befreit’ änderte dies.

Von Frank van den Heuvel | Eindhovens Dagblad | YSSELSTEYN/LIESSEL – Das Bild wurde zehn bis fünfzehn Jahre in einem Schuhkarton an Harrie Martens geschickt. Er schrieb mehr Bücher über Liessel in der Vergangenheit und ist im Dorf für sein Engagement in der lokalen Geschichte bekannt. “Deshalb kamen sie an der Tür zu mir. Die Fotos stammen aus dem Nachlass der Familie Van Moorsel, die in der Kanaalstraat in Liessel lebte.

Die jungen Leute – sie kamen aus Asten – bedauerten es, die Kiste wegzuwerfen, und dachten: Vielleicht kann Harrie damit etwas anfangen. “Eines der Bilder zeigte zwei Kreuze mit einem verwüsteten deutschen Entdeckungsfahrzeug im Hintergrund. Weitere Erklärung fehlte: keine Namen, kein Platzhalter. Harrie Martens hat das Foto in den Vorbereitungen für die Ausstellung “Deurne 70 jaar Be vrijd” in der Deurnese heemka mer im letzten Herbst erneut erscheinen lassen. Martens: “Theo Vosmeer, einer der an der Ausstellung beteiligten Häm-Experten, fand es mit einem typischen Image. Das Foto wurde vergrößert und bekam einen Platz in der Ausstellung. Theo hat das Foto auf DeurneWiki gestellt.”

Richard Schoutissen, de Deurne, der viel über deutsche Kriegsopfer recherchiert und seine eigene Website verwaltet, sah das Foto während des jährlichen Foto- und Filmabends des örtlichen Geschichtskreises zufällig und bat Harrie Martens um zusätzliche Informationen. Das Bild wurde auch bei Fotoaufklärungssitzungen des Liessels Historisch Erfgoed (LHE) gezeigt. Jan Goevaerts war auch da und war überrascht. “Ich erkenne das Militärfahrzeug, das auf beiden Seiten einen Lenker hatte. Ich dachte, das sei so besonders, ich habe es nie vergessen. «Zu diesem Zeitpunkt war Goe Vaerts acht Jahre alt. “Aber ich kann es immer noch sehen.”
Goevaerts wusste, dass Kreuze und der Achtrad-Panzerwagen nicht, wie vermutet wurde, auf der Kanaalstraat standen, sondern auf der Snoertsebaan in der Nähe des Brink und des Veldhoeve. Dann ging es schnell. Jan und Schoutissen suchten Kontakt und dank des umfangreichen Archivs von Schoutis sen passten alle Puzzleteile langsam zusammen.

Der Name eines der beiden deutschen Soldaten wurde anhand der Dokumentation von Schoutissen nachverfolgt: Heinrich Kessler, geboren am 15. Oktober 1918, starb am 29. Oktober 1944 während der blutigen “Schlacht von Peel”, in der er Die deutschen Truppen stellten Liessel, Neer Kant und Meijel zusammen und nahmen sie kurz wieder auf.
Kessler wurde nach dem Krieg auf dem deutschen Friedhof in Ysselsteyn zurückgefordert. Neben ihm ist der Soldat, der auf der Snoertse-Bahn neben ihm gelegen hatte. Bei ihm kein Name am Kreuz, sondern der Hinweis: “Ein Deutscher Soldat”.
Ein anonymes Foto in einem vollen Schuhkarton wurde in den letzten Monaten immer farbiger. Goevaerts und Martens: “Diese siebzig Jahre später, durch eine Reihe von Zufällen, den Rücken dieser Kreuze und dem schiefen Fahrzeug, kommt das ganz besonders.”

Weitere Forschung an zwei Soldaten

DEURNE – Dank des Archivs von Deurnenaar Richard Schou tissen wurden weitere Informationen zu den beiden deutschen Sol Dates gefunden, die 1944 im Snoert sebaan in Liessel bestattet wurden. Schoutissen forscht seit Jahren intensiv nach Kriegsopfern, vor allem von deutscher Seite. Er sagt: “Nachdem Jan Goevaerts gesagt hatte, dass sich das Aufklärungsfahrzeug auf der Snoertsebaan befunden hatte, fuhren wir gemeinsam zu diesem Ort. Wieder zu Hause ging ich in mein Archiv. Es war bereits bekannt, dass der Soldat Heinrich Kessler an diesem Ort in einem Feldgrab bestattet worden war, also sah ich zuerst seine Akte an. In den Dokumenten wurde darauf hingewiesen, dass das Feldgrab – als die Überreste 1949 geborgen wurden – ohne Beschriftung mit einem Holzkreuz markiert wurde. Genau wie auf dem Bild.”

“Es könnte natürlich sein, dass die Überreste der beiden Soldaten noch vorhanden waren, wenn ich nicht schnell seine Akte bei den unbekannten deutschen Soldaten gefunden hätte. Dieselbe Stelle, dieselbe Grabmarkierung.
Also eine Übereinstimmung.”
“Ich habe jetzt eine detaillierte Untersuchung von Heinrich Kes sler eingeleitet und versucht, die Überlebenden aufzuspüren. Da die Fahrzeugnummer gut sichtbar ist, konnte ich auf diesem Weg noch prüfen, ob diese beiden Soldaten tatsächlich zur Besatzung gehörten. Auf diese Weise könnte auch der zweite unbekannte Soldat der Anonymität entzogen werden.”

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