Sakkers Hans (2018), deutscher Soldatenfriedhof Ysselsteyn, deutsche Verwaltung des niederländischen Erbes, Herausgeber Aspekt B.V. (ISBN 9789463383530)

Im November 2015 kam ich während eines Vortrags über den deutschen Soldatenfriedhof in Ysselsteyn mit Hans Sakkers in Kontakt. Da sich Hans zu dieser Zeit noch intensiv mit der Erforschung seines inzwischen erschienenen Buches „Deutscher Soldatenfriedhof Ysselsteyn, deutsche Verwaltung des niederländischen Erbes“ beschäftigt, hat uns dieses Treffen beiden einen großen Nutzen gebracht.

Die Buchpräsentation vom Freitag, 7. September 2018, im JOC (Jugendbildungszentrum für Jugendliche in Ysselsteyn) wurde von Sjoerd Ewals (pädagogischer Mitarbeiter am JOC) eröffnet. Danach wurden die ersten beiden Bücher an Kapitän Geert Jonker von der Gräberdienst des Königlichen Niederländischen Armee und an Wim Boers, ehemaliger Mitarbeiter des deutschen Friedhofs, übergeben. Nach einer charmanten Rede von Kapitän Geert Jonker wurden einige Bücher an Personen verteilt, die sich bei der Umsetzung des Buches verdient gemacht hatten, darunter Paul van Megeren (Stadtarchivar), Sjoerd Ewals (pädagogischer Mitarbeiter am JOC), Lei Potten (Geschichte Ysselsteyn), Fred van den Munckhof (Freiwilliger bei Find a Grave) und Richard Schoutissen (Stichting Oorlogsslachtoffers).

Nach der Präsentation hielt Hans Sakkers einen informativen Vortrag über den deutschen Soldatenfriedhof in Ysselsteyn.

Auf der Grundlage der Genfer Konvention begann die niederländische Armee 1946 mit dem Bau eines Zentralen deutschen Soldatenfriedhofs. Dies ist an einem abgelegenen Ort in einem unerforschten Teil der Peel in der Nähe von Ysselsteyn. Mit über 31.000 Gräbern wurde es zur größten militärischen Nekropole der Nation. Die Ausführung nahm gemäß den Richtlinien aus dem Handbuch des American Grave Service Gestalt an. Zehn Jahre nach dem Krieg hatte fast ganz Westeuropa die deutschen Todesklassen an Deutschland übergeben. Eine Übertragung, zu der die Niederlande erst 1976 bereit waren. Dies ergab eine Situation, die nicht mehr in die westeuropäischen diplomatischen Beziehungen passt. Die Ursache dieses schwierigen Prozesses wurde der Sensibilität der Kriegsgeschichte in der niederländischen Gesellschaft zugeschrieben.

Die Gemeinde Venray, zu der auch Ysselsteyn gehört, wurde im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen. Durch den deutschen Soldatenfriedhof sah die Bevölkerung, dass auch Deutschland ein Opfer des Zweiten Weltkriegs war. Anfang der fünfziger Jahre war hier klar, dass sich das Leiden in Einklang bringt. Etwas, das bis heute seinen Einfluss hat.

Der deutsche Besucher bemerkte kaum die diplomatischen Schwierigkeiten beim Militärfriedhof zwischen den Niederlanden und Deutschland. Die allgemeine Ansicht des deutschen Besuchers war der Dankbarkeit, weil die Niederlande sich um ihre Angehörigen kümmerten, als wären sie ihre eigenen Kinder.

Das Buch kann auch bei Roojboek in der Schoolstraat in Venray erworben werden.