Wer im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg den Begriff „Kriegsopfer“ verwendet oder hört, denkt unwillkürlich meist nur an diejenigen, die „für die gute Sache“ gefallen sind oder gelitten haben. Dass an der Seite des „Feindes“ ebenso Menschen fielen, die für ihr Land kämpften, für ihre und mit ihren Kameraden stritten und die gleichermaßen Kinder, Eltern und Freunde hatten, die nach ihrem Tod im Krieg ohne sie leben mussten, ist uns kaum bewusst. Bei ‚Stichting Oorlogsslachtoffers‘ (Stiftung Kriegsopfer) wird dieser Unterschied nicht gemacht, der Großteil der Aktivitäten richtet sich sogar auf deutsche Opfer und Hinterbliebene. Auf diese Weise ist im Lauf von vielen Jahren mit praktischen Erfahrungen ein großes Maß an Sachverstand bei dem vielfältigen Angebot an Aktivitäten entstanden, die mit diesem Thema verbunden sind.

Die Aktivitäten der „Stiftung Kriegsopfer“ lassen sich wie folgt in Hauptpunkten auflisten:

  • (Militär)historische Forschung nach Menschen in deutschem Kriegs- und Verwaltungsdienst, soweit dieser aktiv während der Weltkriege auf niederländischem Hoheitsgebiet erfolgte.
  • (Militär)historische Forschung nach Niederländern im deutschen Kriegsdienst, innerhalb und außerhalb des niederländischen Territoriums, soweit in den beiden Weltkriegen aktiv.
  • (Militär)historische Veröffentlichungen und Präsentationen im Zusammenhang mit den zuvor genannten Zielgruppen.
  • (Militär)historische Forschung nach (ehemaligen) Feldgräbern.
  • Grabhistorische Forschung.
  • Stammbaumforschung nach Opfern und ihren Hinterbliebenen.
  • Forschungen in Registern und Archiven in den Niederlanden und in Deutschland.
  • Zusammenstellung und Präsentation für Hinterbliebene und Interessierte von kurzen Rekonstruktionen persönlicher Geschichten aufgrund abgeschlossener Forschung.
  • Unterstützende Dienstleistungen bei Identifizierungsprozessen zwecks diverser Dienste im In- und Ausland, einschließlich erneuter Identifizierung unbekannter Soldaten.

Diese Dienstleistungen werden insbesondere Organisationen und Dienststellen angeboten. Es kann sich um eine beschränkte Dienstleistung handeln, wie beispielsweise Informationen an einen Hinterbliebenen eines Gefallenen. In einem anderen Fall geht es um die Mitwirkung an einer Veröffentlichung, Dokumentation oder einer Forschung im großen Stil. Es gibt auch sehr große Projekte oder Aktivitäten, wobei meistens die Zusammenarbeit mit Behörden, Museen oder Stiftungen angesagt ist.